Bezeichnet das verhaltensökonomische Phänomen, dass die Motivation und Anstrengung einer Person zunimmt, je näher sie ihrem Ziel kommt – ursprünglich beschrieben von Clark Hull (1932) und später u. a. von Kivetz, Urminsky und Zheng (2006) im Konsumentenverhalten empirisch belegt. Der Effekt zeigt sich beispielsweise bei Treuekarten, Ladebalken oder Fortschrittsanzeigen, bei denen Nutzer ihr Verhalten beschleunigen, sobald sie das Ziel vor Augen haben. Gleichzeitig kann das Erreichen eines wahrgenommenen Teilziels – etwa der Download eines Info-PDFs – die Handlungsspannung vorzeitig abbauen, sodass die eigentlich entscheidende nächste Handlung (z. B. eine Kontaktaufnahme) ausbleibt, weil das kurzfristige Belohnungsgefühl bereits eingetreten ist.